Donnerstag, 04. Dezember 2008, 23:22:43
Mein Tag
Gestern saß ich am Prinzipalmarkt in einem Café. Ich trug ein Bärenkostüm. Manch einer mag sich jetzt fragen, ob ich es über meiner Schulter trug, diesen Menschen möchte ich aber entgegnen: Nein, ich trug es am Leib.
Das Kostüm war ein Geschenk von Paul McCartney, der mir gegenüber saß. Die Kellnerin, eine sehr schöne, junge Frau, brachte uns jeweils eine Tasse First Flush Golden Tippy Orange usw. Darjeeling Tee und eine gebrühte Grillwurst.
Ich biss in die leckere Wurst und bedankte mich kauend beim Ex-Beatle für das tolle Geschenk. Er sagte: "Keine Ursache" auf Englisch.
Mittwoch, 03. Dezember 2008, 13:33:32
Chemie-Nobelpreis
Ob meiner zuvor erwähnten nicht nur außergewöhnlich hohen sondern auch überdurchschnittlich sinnvollen Hirntätigkeit erhielt ich den Nobelpreis der Chemie. Hier ein Foto, auf dem ich diesbezüglich ein doofes Gesicht mache:

Dienstag, 02. Dezember 2008, 23:54:33
Dilemma
Da ich mit dem ein oder anderen Entwurf für meinen neuen Blog derzeit noch genauso unzufrieden bin, wie mit dem alten, fülle ich diesen hier also noch mal ein bisschen auf.
In Thailand graut bald der Morgen. Dann besteigen hoffentlich Kai und Andrea mit ihren Freunden ein Flugzeug am Militärflughafen in Bangkok, um ihre unfreiwillig um eine Woche verlängerte Reise zu einem Ende zu bringen.
Überhaupt ist die Nachrichtenlage in den letzten Tagen recht emotional belastet: Krise in Thailand, Proteste in Bangkok, der Stadt, in der wir Fisch Faschs Geburtstag einst verbrachten und mit ein paar Thai auf der Kao San "Zombie" von den Cranberries sangen.
Anschläge in Indien, ausgerechnet das Taj Mahal Hotel wird Schauplatz heftiger Scharmützel - direkt dahinter hatten wir uns letztes Jahr im (ungleich günstigeren) Carlton Hotel ein Zimmer genommen.
Eine der letzten Ausgaben des Weltspiegels behandelte ausschließlich Orte, an denen Fisch Fasch schon einmal war, an einigen davon zusammen mit mir. Zum Glück berichtet der Weltspiegel nicht nur über schlimme Dinge, sondern auch über Schönes.
Ich sitze im übrigen im Wohnzimmer, höre They Might Be Giants auf Kopfhörer und erfreue mich an ihren kryptischen Texten. Ich erwähnte es schon auf der Hitsingle, da kommen dann so Zeilen wie "head lice under hats lie in the headlights everywhere" oder "no more sunlight please" heraus. Außerdem gibt es darauf den Song "The Mesopotamians", der, wie mir gerade, selbstverständlich ohne Zuhilfenahme von Google, klar wird, zum Teil das Gebiet des heutigen Syriens besingt.
Hach, ich bin so intelligent, und das ganz ohne lästige Universität. Das muss wohl an den Genen liegen! Mehr zu diesem Thema allerdings erst in einem der kommenden Einträge.
Ein weiteres Detail meines Aufenthaltsortes "Wohnzimmer" ist die bereits abgeschaltete Heizung. In Kürze wird mir so kalt sein, dass ich ins Bett gehen muss!
Mittwoch, 26. November 2008, 14:48:33
Kurz gesagt
Ich mag meinen Blog nicht mehr. Also doch. Ich mag ihn schon, aber nicht mehr in dieser Form. Deswegen bastele ich an einem neuen. Da ich dabei ein rekordverdächtig schlechtes Durchhaltevermögen an den Tag lege, weiß ich aber noch nicht, wann der neue online geht. Der Arbeitsablauf sieht häufig so aus:
Photoshop-Datei auf. Hm, das ein bisschen hier rüber. So. Hier sollte ein Foto rein. Mal mit diesem probieren ... ne, sieht doof aus. Ach, das wird doch nichts. Photoshop-Datei wieder zu.
Ich bin sehr müde, weil Fisch Fasch nicht da ist. Die weiß nämlich, was gut ist! Viel schlafen ist gut! Aber nein, Herr Lubux schaut Filme bis tief in die Nacht, geht zu Konzerten und verquatscht sich bei Kamillentees. Kein Wunder, dass man kaum noch aus dem Bett kommt. Jetzt bin ich ganz nebenbei auch noch schön zwischen der ersten und dritten Person umhergesprungen. Dann wechsele ich doch - weils so schön ist - in den Plural. Aber nicht den Majestatis.
Heute Abend gehen wir lecker essen. Damit feiern wir das Ereignis, welches Fisch Fasch in ihren letzten Einträgen detailliert beschreibt und das in der Südstraße ein Büro hat.
Jetzt lege ich mich mal ein bisschen ins Bett - das spart auch Heizkosten!
Dienstag, 18. November 2008, 22:27:31
Endlich zurück aus der DDR
Es tut mir außerordentlich leid, aber diese Überschrift musste sein! Denn: 18 Jahre nach der Wiedervereinigung laufe ich über Fischland und stelle fest, dass ich außer Klischees eigentlich so gar nichts weiß über die DDR, und auch nicht, wie die Wende denn nun eigentlich von statten ging. Damit meine ich weniger die politischen Hintergründe, da bin ich (einigermaßen, keine Testfragen bitte) auf dem Laufenden, aber nehmen wir zum Beispiel die NVA.
Was ist aus der geworden, als die Mauer fiel? Kam da einfach die Bundeswehr und hat gesagt: "So, Jungs, ihr steht jetzt unter unserem Kommando"?
Oder dies: Ich war stets überzeugt, zwischen den beiden Deutschlands habe eine Mauer gestanden. Nun sagt aber der kluge Fisch Fasch, das sei doch höchstens in Berlin eine Mauer gewesen, sonst wohl eher ein Zaun. Und so geht es mit vielen Dingen, die sind einfach so im Kopf, obwohl man da vielleicht mal drüber nachdenken könnte.
Ich musste immer wieder ein wenig grinsen, weil ich diese "Wir haben euch die Zivilisation gebracht"-Mentalität doch viel häufiger an mir bemerkte, als angenommen - ich hoffe jedoch, ich habe sie abseits dieses Blogeintrags nicht gezeigt...
Unser Urlaub in der DDR war indes sehr schön. Am Samstag machten wir die erste von zwei Mutproben: In einen Wald hinein laufen und dann feststellen, dass man die Strecke unterschätzt hat und es langsam dunkel wird, und dann im letzten Moment vor der totalen Dunkelheit die ersten Lichter am Waldrand sehen.
Am Sonntag fuhren wir mit zwei von einem eher auf eine Alm passenden Langbärtigen geliehenen Rädern zunächst acht Kilometer schnurstracks geradeaus bis an den Rand der Insel, genossen dort die Aussicht und fuhren dann die selbe Strecke gegen den Wind zurück, weswegen der Rückweg als 22 Kilometer gewertet werden darf, macht unterm Strich 30 Kilometer Fahrradtour. Danach fing es pünktlich an zu regnen und wir gingen ins Bett.


